Das norwegische Küstenschiff Anna-Rosa

Das norwegische Küstenschiff Anna-Rosa

Die Anna-Rosa ist 1893 im norwegischen Fjord Hardanger erbaut worden. Dies Küstenschiff mit solidem Segel ist zu Beginn des 20. Jahrhunderts, wie an die 2000 andere norwegische Galeassen, im Handel mit Rogen* und Stockfisch europaweit aktiv gewesen. Der Rogenhandel, der in Douarnenez besonders aktiv betrieben wurde, erklärt die engen Beziehungen zum Hafen Bergen. Bis Anfang der 60er Jahre fuhren norwegische Schiffe und ihre Besatzungen nach Douarnenez, Händler ließen sich hier nieder und gründeten Familien. Es wurde sogar ein Vize-Konsulat eingerichtet und bis 1972 aufrecht erhalten.

Nach der Tätigkeit in der Küstenschifffahrt wurde die Anna-Rosa in den Jahren um 1970 für das Freizeitsegeln umgerüstet – es wurden verschiedene Veränderungen an Takelage und Struktur vorgenommen. Sie wurde 1991 vom Museumshafen erworben.

Heute gibt es weltweit nur noch ca. zehn solcher norwegischen Galeassen, aber die meisten von ihnen wurden stark verändert. Der kulturhistorische Wert der Anna-Rosa ist also immens groß, insbesondere in Douarnenez, wo die Erinnerung an diese Schiffe noch sehr lebendig ist.

* Kabeljaurogen war bei den Sardinenfischern als Köder hochbegehrt.

Siehe den 3D-Scan der Anna-Rosa