Geschichte

Bereits in den siebziger Jahren, also vor nur vier Jahrzehnten, fand sich in Douarnenez eine Gruppe von Personen zusammen, die sich der mangelnden Berücksichtigung der maritimen Vergangenheit der Küsten Frankreichs, ihres Reichtums, ihrer Fragilität und ihres Verschwindens bewusst waren. Diese Bewegung führte in der Gegend von Douarnenez zur Gründung eines Vereins mit dem Namen „Treizour“, was der bretonische Ausdruck für "Fährmann" ist, mit der doppelten Anspielung auf einerseits eine Fähre, die es ermöglicht, zwischen zwei Ufern hin- und her zu pendeln, und andererseits auf die Weitergabe von Erinnerungen.

Der Verein wird der Nährboden für mehrere Initiativen sein, wie z.B. dem Aufbau einer beeindruckenden Sammlung von über hundert traditionellen Booten, die von den Mitgliedern des Vereins in der Bretagne, in Frankreich und im Ausland in einer enzyklopädischen und empirischen Herangehensweise zusammengetragen wurden; dann die Herausgabe der ersten maritimen Ethnologie-Zeitschrift in Frankreich, der „Chasse-marée“, die immer noch existiert; und schließlich die Gründung eines Regionalverbands für maritime Kultur und Kulturerbe (FRCPM), der demnächst ein Ausbildungszentrum für traditionelles Zimmermannshandwerk eröffnen wird.

In der Tat ermöglichte erst diese aktive Vereinstätigkeit, das lokal vorhandene Know-how und das große Engagement der Akteure in den Bereichen von Kultur und Kulturerbe die Ausarbeitung eines Entwicklungs- und Veranstaltungsprogramms rund um den Kultur- und Hafenstandort Port-Rhu.